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Die Stiftung Kronberger Malerkolonie wird 15 Jahre, feiern Sie mit!

Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung der Künstlerkolonie anhand von ausgewählten Werken aus der Sammlung der Stiftung nach. Die Geschichte der Kolonie umfasst über 100 Jahre von der spätromantischen Malerei bis zum frühen Impressionismus.

Den Auftakt bildet eine neu erworbene italienische Landschaft von Eduard Wilhelm Pose, gefolgt von der romantisierenden „Weinlese“ von Jakob Becker und dem stimmungsvollen „Bauernmädchen“ von Philipp Rumpf, einem der Gründungsväter der Künstlerkolonie. Den Abschluss bilden die maritimen Ansichten Fritz Wucherers, des letzten offiziellen Vertreters der Kolonie. Die Schau wurde durch umfangreiche Zustiftungen und ausgewählte Ankäufe ermöglicht. Sie wird ergänzt durch ein eigenhändiges Werk der Kaiserin Victoria von Preußen der Hessischen Hausstiftung und einer zentralen Kronbergansicht von Anton Burger aus dem Städel Museum in Frankfurt.

Besonderer Dank gilt der Taunus-Sparkasse, die zwei wichtige Werke von Jakob Becker und Philipp Rumpf der Stiftung zur Verfügung stellt.

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Huette

Jakob Fürchtegott Dielmann
Bauernhütte, Öl/Lw.
Stiftung Kronberger Malerkolonie

 

Die Geschichte der Künstlerkolonie Kronberg

Die Kronberger Malerkolonie zählt mit zu den frühesten deutschen Künstlerkolonien. Nachweislich über 100 Künstler arbeiteten zwischen 1840 und 1945 in Kronberg, darunter so bekannte Namen wie Wilhelm Trübner, Otto Scholderer oder Carl Morgenstern. Mit der Festansiedlung Anton Burgers in Kronberg im Jahr 1858 verbindet sich heute die Gründung der Kronberger Künstlerkolonie, deren Geschichte eng mit der Großstadt Frankfurt verknüpft ist. In Frankfurt wurden viele der Künstler, die wir heute zur Kolonie zählen, geboren oder hatten am Städelschen Kunstinstitut bei Jakob Becker studiert.

 

Kronberg 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Wilhelm Trübner
Blick auf Kronberg, um 1896, Öl/Lw.
Stiftung Kronberger Malerkolonie

 

Seit den Anfängen der Künstlerkolonie kam dem Gasthof „Adler“ in Kronberg eine besondere Rolle zu. Er bot den Ankömmlingen nicht nur Unterkunft und Verpflegung, er diente auch als Begegnungsstätte für die Künstler. Beim Adlerwirt Renker kehrten sie ein, feierten Künstler- oder auch Theaterfeste und tauschten sich über künstlerische Fragen aus.

Durch die Verlagerung ihres Lebensmittelpunkts in die ländliche Umgebung des Taunusdorfes reagierten die Künstler auf die zunehmende Industrialisierung und technisierte Großstadtkultur. Die deutliche Abkehr Burgers und seiner Künstlerkollegen von den erstarrten Traditionen der Akademien zeigte sich in ihren Bildern vor allem in dem Verzicht auf durchkomponierte Ideallandschaften oder heroische Romantik. Die unverfälschte Natur und das dörfliche Ambiente waren fortan ihre Motive, die sie „en pleinair“ umsetzten. Wichtige Impulse erhielten sie dabei auf ihren Reisen nach Paris, Barbizon und in die Niederlande.

 Meister

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Norbert Schrödl,
Porträt Marie Meister, Öl/Lw.
Dauerleigabe Museumsgesellschaft Kronberg e. V.

 

Doch wie in vielen anderen Künstlerorten schritt die Entwicklung von der ländlichen Idylle zur „Stadt im Grünen“ auch in Kronberg fort. In den 1860er Jahren entdeckten wohlhabende Frankfurter Bürger das Taunusstädtchen als Erholungsort und erbauten repräsentative Sommervillen. Nach der Ansiedlung der Kaiserin Victoria von Preußen 1894 gesellte sich zu den Freiluftmalern eine Künstlerschaft, die sich besonders der Porträt- und Historienmalerei gesellschaftlicher Ereignisse zuwandte. Und schließlich löste sich mit dem Triumph des Impressionismus in Deutschland die historische Künstlerkolonie auf. 1948 starben mit Fritz Wucherer und Emil Rumpf die beiden letzten offiziellen Vertreter der Kronberger Malerkolonie.

 

 

 

 

 

Informationen

Öffnungszeiten Museum
Mittwoch 15:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und
an Feiertagen
j
eweils 11:00 bis 18:00 Uhr
Karfreitag geschlossen

 

Eintrittspreise
Pro Person 5,00 €
ermäßigt    4,00 €
Familien   10,00 €
Mitglieder und Kinder
bis 12 Jahre kostenfrei!

Öffentliche Führung

am 2.4., 28.5. und 11.6.2017 um 11:15 Uhr
Gebühr: € 2,- zzgl. Eintritt

08.4.17, 16.00 – 18.00 Uhr
Kronberger Kaleidoskop
Kombi-Führung
Burg und Museum

Auf Anfrage bieten wir
Führungen für Vereine,
Schulklassen und Firmen.

Auf Anfrage Führungen
in französischer Sprache
Gebühr € 50,- zuzüglich
ein Aufschlag von € 25,-


Kunst für Kinder
jeweils samstags
von 16:00 bis 17:00 Uhr
25.3. Osterlesung
22.4. Frühjahrs-Workshop

10.6. Lieblingsorte



Anmeldung erbeten an