160 Jahre

Künstlerkolonie Kronberg

1858 - 2018

 

22. April bis 28. Oktober 2018

 

Kinsley Apfelblüte

Nelson Gray Kinsley
Apfelblüte in Kronberg
Öl/Lw., Stiftung Kronberger Malerkolonie

 

160 Jahre Künstlerkolonie Kronberg 1858 - 2018

Die Kronberger Malerkolonie zählt mit zu den frühesten deutschen Künstlerkolonien.
Nachweislich arbeiteten über 100 Künstler zwischen 1840 und 1945 in Kronberg.

Mit der Festansiedlung Anton Burgers in Kronberg im Jahr 1858 verbindet sich ihre
Gründung, deren Geschichte eng mit der Großstadt Frankfurt verknüpft ist.
In Frankfurt wurden viele der Künstler, die wir heute zur Kolonie zählen, geboren oder
hatten am Städelschen Kunstinstitut bei Jakob Becker studiert.


Zigeunerin

Heinrich Winter
Zigeunerin mit kleinen Kindern
Öl/Lw. Privatsammlung


Durch die Verlagerung ihres Lebensmittelpunktes in die ländliche Umgebung
des Taunusdorfes reagierten die Künstler auf die zunehmende Industrialisierung
und technisierte Großstadtkultur.

Die unverfälschte Natur und das dörfliche Ambiente waren fortan ihre Motive,
die sie „en pleinair“ umsetzten. Wichtige Impulse erhielten sie dabei auf ihren
Reisen nach Paris, Barbizon und in die Niederlande.

 

Mädchen im Maien 1

Anton Burger
Mädchen im Maien, Öl/Lw.
Stiftung Kronberger Malerkolonie

 

In den 1860er Jahren entdeckten wohlhabende Frankfurter Bürger Kronberg
als Erholungsort. Sie erbauten zahlreiche repräsentative Sommervillen und
aus der ländlichen Idylle entwickelte sich eine moderne „Stadt im Grünen“.

Spätestens nach der Ansiedlung der Kaiserin Victoria von Preußen 1894
gesellte sich zu den Freiluftmalern eine Künstlerschaft, die sich besonders
der Porträt- und Historienmalerei zuwandte.

Nach dem Tod Anton Burgers im Jahr 1905 und dem Aufkommen moderner
Kunstströmungen löste sich die Kronberger Malerkolonie allmählich auf.
1948 starben mit Fritz Wucherer und Emil Rumpf deren letzte Vertreter.

 

Mainz

Jakob Fürchtegott Dielmann
Ansicht von Mainz um 1845, Aquarell
Stiftung Kronberger Malerkolonie

 

Die Jubiläumsausstellung widmet sich in fünf Kapiteln der Entwicklung der
Kronberger Künstlerkolonie von den spätromantischen „Rhein-Aquarellen“
von Jakob Fürchtegott Dielmann über die ersten Freiluftmaler und die Einflüsse
der Schule von Barbizon, die Porträt- und Gesellschaftsmaler bis hin zu den
Impressionisten Philipp Franck, Fritz Wucherer und Nelson G. Kinsley.

Die Besucher gehen auf Entdeckungsreise und treffen auf alte Lieblingsbilder
unter anderem von Anton Burger, Otto Scholderer und Wilhelm Trübner sowie
auf Neuzugänge aus privaten Sammlungen, die hier erstmals ausgestellt werden.

 

 

 


Informationen

Öffnungszeiten Museum
Mittwoch 15:00 bis 19:00 Uhr
Samstag 12.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
j
eweils 11:00 bis 18:00 Uhr


Eintrittspreise

Pro Person 5,00 €
ermäßigt    4,00 €
Familien   10,00 €
Kinder bis 12 Jahre
und Mitglieder kostenfrei!

Öffentliche Führung
Dauer ca. 1 Stunde
Gebühr 2 €  zuzüglich Eintritt

01.07., 05.08., 09.09.
und 21.10.2018,
jeweils 11.15 Uhr

Führungen für private Gruppen oder Schulklassen, auch in englischer oder französischer Sprache nach Vereinbarung