Kronberg - gestern und heute
7. November 2021 bis 27. Februar 2022 

Historische Gemälde der Künstlerkolonie im Dialog mit zeitgenössischen Fotografien

Flyer

Die Ausstellung stellt den historischen Blick der „alten“ Meister auf ihre Wahlheimat Kronberg in malerischen Ansichten in den Fokus. Der idealisierende Blick auf die Idylle des Landlebens und eine wenig urbanisierte Landschaft kennzeichnete die Malerei in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als zahlreiche Künstler im Zuge der zunehmenden Industrialisierung raus aus den Städten aufs Land zogen, um in der freien Natur zu malen. Neben Gesamtansichten werden besonders malerische Winkel und pittoreske Gassen in der Altstadt Kronbergs, wie sie heute nicht mehr existieren, wieder ins Gedächtnis gerufen. Den historischen Gemälden gegenüber stehen aktuelle Fotoaufnahmen, die idealerweise den Standort des Künstlers von einst offenbaren.

Die Fotokünstler*innen Andreas Malkmus und Patricia Truchsess sind eingeladen, Ihr persönliches „Porträt“ der Taunusstadt zu entwerfen und in Dialog mit den historischen Gemälden zu treten. Dabei zitieren einerseits die Fotografien formal und stilistisch die historischen Vorläufer und stehen andererseits durch ihre moderne Technik und Präsentationsform zu diesen in spannungsreichem Kontrast.

Die Ausstellung veranschaulicht, wie städtebauliche und landschaftliche Veränderungen der letzten 200 Jahre einhergingen mit einem soziokulturellen und wirtschaftlichen Wandel der Stadt, einem Thema, das auch für ein überregionales Publikum wichtige Einblicke in das Zeitalter der technisch-industriellen Entwicklung bietet. Und ganz nebenbei wird anhand der einzelnen Künstlerpersönlichkeiten ein Überblick über die verschiedenen Kunstepochen von der Romantik bis hin zum Impressionismus gewährt.

Begleitend zur Ausstellung führt ein museumspädagogisches Programm vor allem Grundschulklassen an den Heimatgedanken heran und lässt sie ihre unmittelbare Umgebung auf eine ganz neue Art und Weise erleben. Die Schüler*innen sind eingeladen, unter Anleitung selbst auf Erkundungstour durch ihre Stadt zu ziehen und malerische Ansichten oder auch kritische Momente im Foto festzuhalten. Die Ergebnisse werden dann am Ende des Projekts in die Ausstellung integriert und digital präsentiert.